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Alternative zur Standardsoftware

Dispositionstool für die Verkehrssicherung

Kundenprojekt Hundertmark: Disposition, Baustellen, Personal und Abrechnung in einer eigenen Anwendung statt Excel-Listen – mit KI entwickelt und Woche für Woche gewachsen.

Der Kunde

Die Hundertmark Verkehrssicherungsanlagen GmbH sichert Baustellen und Verkehrswege im Ruhrgebiet. Jeden Tag sind Teams mit Fahrzeugen, Geräten und Material auf wechselnden Baustellen unterwegs: Aufbau, Umbau, Abbau, Markierung, Signalanlagen. Wer wann mit welchem Fahrzeug wohin fährt, entscheidet die Disposition – und davon hängt der ganze Tag ab.

Die Wünsche des Kunden

Hundertmark wollte die bisherige Arbeitsweise professionell ablösen. Am Anfang stand ein klares Ziel: ein reines Dispositionstool.

  • Tagesplanung auf einen Blick – Teams, Fahrzeuge und Termine für jeden Tag.
  • Schluss mit parallelen Listen – eine Anwendung statt mehrerer Excel-Tabellen nebeneinander.
  • Weniger Fehler – der Disponent soll bei Teamzuordnung und Terminierung unterstützt werden.
  • Passend zum Tagesgeschäft – genau die Abläufe, die im Unternehmen wirklich gebraucht werden.

Ausgangslage

Disponiert wurde mit einem bestehenden Tool – einer Windows-Anwendung, die für den Kunden angepasst worden war. Darüber wurden auch Urlaube und Fehlzeiten ermittelt. Die Teamzuordnung lief daneben in eigenen Excel-Tabellen. Zwei Stellen für dieselbe Information – das kostet Zeit und führt zu Fehlern.

Die Produkte am Markt haben nicht gepasst. Entweder arbeiten sie nicht mit der vorhandenen Software zusammen. Oder sie bieten viel zu viel oder viel zu wenig. Oder sie sind für einen anderen Dispositionsbereich gebaut und bilden nicht ab, was Hundertmark im Tagesgeschäft braucht. Eine verbogene Standardlösung macht am Ende Probleme, weil sie eigentlich für andere Dinge vorgesehen war.

Die umgesetzte Lösung

Entstanden ist eine individuelle Anwendung mit gemeinsamem Login und getrennten Arbeitsplätzen. Jede Rolle sieht genau die Bereiche, die sie für ihre Arbeit braucht.

  • Disponent – Tagesplanung, Teams und Live-Karte.
  • Projektleiter – Projekte, Aufträge und Termine.
  • Monteur – Tagesaufgaben im Feld, eigene Zeiten, Urlaub und Anwesenheit.
  • Abrechner – offene und abgerechnete Termine.
  • Admin – Stammdaten, Benutzer und Konfiguration.

Die Tagesplanung zeigt Teams, Fahrzeuge und Termine auf einer Zeitleiste. Prüfungen weisen den Disponenten auf Planungskonflikte und nicht einsatzbereite Teams hin, bevor daraus ein Fehler auf der Baustelle wird. Dazu kommen Abwesenheiten und Urlaubsfreigaben, ein Materialkatalog mit Materiallisten je Projekt, Fahrzeuge und Geräte mit ihrer Verfügbarkeit sowie die Abrechnung der abgeschlossenen Termine.

Die Fahrzeuge sind mit der Ortung von YellowFox ausgestattet. Deren Daten sind direkt in die Anwendung eingebunden: Der Disponent sieht auf der Live-Karte, wo die Teams gerade sind, und muss dafür nicht zwischen mehreren Systemen wechseln.

Seit Oktober 2026 läuft die Anwendung im Pilotbetrieb. Zum 1. November 2026 soll sie in den Produktivbetrieb übergehen.

Die Umsetzung

Einblicke in die Anwendung.

Ein Ausschnitt aus dem Dispositionstool. Alle Aufnahmen zeigen anonymisierte Testdaten.

Tagesplanung mit Teams, Zeitleiste und Tageskurzüberblick
TagesplanungTeams, Fahrzeuge und Termine auf den Tag. Der Kurzüberblick zeigt Planungskonflikte und Teams, die nicht einsatzbereit sind.
Live-Karte des Ruhrgebiets mit Baustellen und Fahrzeugen
Live-KarteBaustellen und Fahrzeuge der Teams auf einer Karte. Die Ortungsdaten von YellowFox sind direkt eingebunden – ohne Wechsel in ein anderes System.
Monatsübersicht der An- und Abwesenheiten aller Mitarbeiter
An- und AbwesenheitenUrlaube beantragen und freigeben, Krankmeldungen erfassen. Wer fehlt, steht in der Planung nicht zur Verfügung.
Materialkatalog mit Verkehrszeichen, gefiltert auf Haltverbote
MaterialEin Katalog als Grundlage für Materiallisten je Projekt. So ist klar, welches Material auf welcher Baustelle steht – Listen lassen sich auch manuell ergänzen.
Termin in der Feldansicht mit Adresse, Tagesteam und Statusverlauf
Termin im FeldDas Team sieht Adresse, Aufgabe und Besetzung, öffnet die Route und schließt den Termin mit einem Bericht ab.
Abrechnungsübersicht mit offenen Terminen
AbrechnungAbgeschlossene Termine landen beim Abrechner – offen oder bereits abgerechnet, mit allen Angaben zum Projekt.
Die Entwicklung

Von Woche zu Woche gewachsen.

Jede Woche ein Termin mit dem Kunden. Der neue Stand wurde gemeinsam besprochen und getestet – und fast jedes Mal kam eine neue Idee dazu. Aus dem reinen Dispositionstool wurde Schritt für Schritt deutlich mehr.

Wir haben in diesen Wochen nicht nur Fehler behoben, sondern jedes Mal auch den Funktionsumfang erweitert – ohne dass daraus große Verzögerungen entstanden sind.

  1. Disposition

    Der ursprüngliche Auftrag: Tagesplanung für Teams, Fahrzeuge und Termine.

  2. Urlaub und Fehlzeiten

    Das alte Tool hat Urlaube und Fehlzeiten bereits ermittelt. Also brauchte die neue Anwendung einen eigenen Bereich, in dem Urlaub beantragt und freigegeben wird.

  3. Material

    Materiallisten zu den Projekten, damit jederzeit klar ist, welches Material vor Ort ist – auch manuell ergänzbar.

  4. Teamzuordnung

    Die Zuordnung der Teams lag vorher in parallelen Excel-Tabellen. Jetzt ist sie Teil der Disposition.

  5. Prüfungen für den Disponenten

    Die Anwendung prüft mit, damit bei Teamzuordnung und Terminierung keine Fehler entstehen.

Das Ergebnis

Was sich im Unternehmen verbessert hat.

Einfacher planen

Mehr Informationen liegen direkt im Tool: Teams, Abwesenheiten, Material, Fahrzeuge. Parallele Excel-Tabellen entfallen.

Weniger Fehler

Die Anwendung prüft Teamzuordnung und Terminierung mit. Planungskonflikte fallen auf, bevor ein Team losfährt.

Kein Termin geht verloren

Die Struktur aus Aufträgen und Terminen vor Ort sorgt dafür, dass nichts mehr durchrutscht.

Genau passend

Die Anwendung bildet ab, was im Tagesgeschäft gebraucht wird – nicht mehr und nicht weniger. Zu moderaten Kosten.

Anbindung an bestehende Standardprodukte

Vorhandene Systeme bleiben im Einsatz und liefern ihre Daten direkt in die Anwendung – zum Beispiel die Fahrzeugortung von YellowFox.

Unser Fazit

In klassischen Projekten sind wandernde Ziele einer der häufigsten Gründe, warum Software ewig dauert. Jede neue Anforderung greift tief in die laufende Entwicklung ein. Verhindern ließ sich das nur, wenn Product Owner oder Projektleiter Änderungen abgelehnt oder auf ein Minimum reduziert haben. Erweitert wurde dann erst nach dem Go-live, Funktion für Funktion. Wer neue Wünsche trotzdem in die erste Version aufnahm, verlängerte das Projekt je nach Größe um Monate, manchmal um Jahre.

Genau hier kommt der große Vorteil der KI-Entwicklung zum Tragen. In diesem Projekt kam fast jede Woche eine neue Idee dazu – und war in der Regel beim nächsten Termin umgesetzt.

Auf der technischen Seite gab es keine Schwierigkeiten, auch nicht bei der Umsetzung neuer Funktionen. Verzögert hat allein der menschliche Faktor: fehlende Zeit im Tagesgeschäft, Urlaube, Terminfindung. Nimmt man die reine Nettozeit, wäre das Projekt um ein Vielfaches schneller fertig gewesen.

Projektlaufzeit bis zum Testbetrieb
knapp 12 Wochen
Aufwand mit KI
knapp 50 Personentage
2 KI-Engineers
Geschätzter Aufwand klassisch
ca. 1.800 Personentage
5 Entwickler, Product Owner, Projektleiter – rund 16 Monate
Umfang
500+ Anforderungen
über 100 Masken, fast 1.000 automatisierte Testszenarien
Klassischer Aufwand geschätzt für denselben Funktions- und Testumfang, inklusive Entwicklung, Test, Product Owner und Projektleitung bewusst konservativ angesetzt (Spanne ca. 1.650–2.000 Personentage). Testbetrieb seit Oktober 2026, Produktivbetrieb geplant ab 1. November 2026.
Ausblick

Eine Basis, die mitwächst.

Mit der KI-Entwicklung kann die Hundertmark Verkehrssicherungsanlagen GmbH die eigene Software sehr individuell nach den eigenen Wünschen gestalten lassen – zu moderaten Kosten und ohne Umweg über Excel-Listen oder zweckentfremdete Standardsoftware. Die Disposition ist der Anfang. Auf derselben Basis lassen sich weitere fachliche Anforderungen abbilden, perspektivisch zum Beispiel Controlling-Dashboards.

Hinweis: Alle sichtbaren Daten wurden anonymisiert. Personen, Kunden, Fahrzeuge und Projekte in den Abbildungen sind Testdaten. Diese Seite zeigt nur einen Ausschnitt der gesamten Anwendung.

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